LG G-Pad 8.3: schlank, schnell und nur sehr kleine Mängel

Schon beim Wechsel vom Iconia B1 zum Iconia A1 war ein technischer Defekt der Grund zum Neukauf. Nur dieses Mal bin ich wirklich selbst dran schuld. So ein dicker, fetter Riss im Display, welches dann auch nicht mehr reagiert, macht in einem Tablet nicht mehr wirklich viel Sinn. Lange Rede, kurzer Sinn, ein neues Tablet musste her. Vor einigen Tagen habe ich an dieser Stelle bereits das LG G-Pad hier ausgepacht und jetzt, nach gut zwei Wochen in Betrieb, kann ich euch erzählen, ob sich der Kauf des LG G-Pad 8.3 gelohnt hat.

Design
Beginnen wir wie immer mit dem Äußeren. Der Mix aus Aluminium-Rückseite, Glas-Front und Kunststoff-Rahme sieht nicht nur sehr gut aus, sondern liegt auch angenehm in der Hand. Dabei wird die Ähnlichkeit zum LG G2 sofort sichtbar. Vor allem die angenehm, schmalen Displayränder haben mir äußerst gut gefallen. Ich sage an dieser Stelle ja immer wieder, Design ist reine Geschmackssache und an dieser Stelle etwas zu bewerten, ist natürlich eine rein persönliche Meinung. Mir gefällt das Design des LG G-Pad 8.3 äußerst gut. Es wirkt einfach schlank, edel und irgendwie schick.

Verarbeitung
Aber die Freude über das beste Design verpufft sofort, wenn die Verarbeitung nicht stimmt. Zum Glück kann das LG G-Pad auch in diesem Punkt überzeugen. Der Materialmix ist sehr gut verarbeitet. Auch die die Standby-Taste, sowie die Lautstärke-Wippe haben einen sehr guten Druckpunkt und sitzen bombenfest. Ich habe an dieser Stelle nur einen kleinen Kritikpunkt und zwar den etwas ungleichmäßigen Übergang der Aluminium-Rückseite auf den Kunststoff-Rahmen. Dort ist eine deutliche Kante spürbar, welche über die gesamte Breite des Tablets auch noch unterschiedlich hoch ausfällt. Das stört etwas bei der Bedienung. Aber das ist wirklich Kritik auf ganz hohem Niveau. Das Gesamtbild der Verarbeitung ist auf jeden Fall positiv.

Performance
Genug von den äußeren Werten, denn auf Dauer werden vor allem die inneren Werte bekanntlich immer wichtiger. Das LG G-Pad wird von einem Qualcomm Snapdragon 600 (4 x 1,7 GHz) in Zusammenarbeit mit einem Adreno 320 Grafikchip befeuert. Der Arbeitsspeicher beträgt satte 2 GB. Für alle Zahlenfetischisten gibt es an dieser Stelle die Benchmark-Ergebnisse.


Die Ergebnisse können sich deutlich sehen lassen, aber viel wichtiger ist doch, wie sich das Tablet im täglichen Gebrauch so schlägt. Wie das Datenblatt vermuten lässt gibt sich das G-Pad hier keine Blöße. Im System kommt es überhaupt nicht zu Rucklern und so kann man ganz geschmeidig durch Homescreens und Apps scrollen. Auch die Surf-Performance konnte mich voll überzeugen. Allerdings kommt es in einigen Apps zu kurzen Rucklern. Beim Spiel Minion Rush sind mir Verzögerungen besonders aufgefallen. Ich kann mir diese Schwächen nur mit Anpassungs- oder Progammierfehlern erklären, denn die Hardware sollte eigentlich damit keine Probleme haben.

Display
Was mich aber wiederrum voll überzeugen konnte, ist das 8,3 Zoll Große IPS-Display des LG G-Pad 8.3. Die Auflösung des Displays beträgt mit 1920 x 1200 Pixeln etwas mehr als Full HD und ergibt somit eine Pixeldichte von 273 ppi. Die Darstellung sieht damit nicht nur schön scharf aus, sondern auch die Farbdarstellung ist wirklich genial. Farben werden  satt, aber nicht unnatürlich dargestellt. Auch die Kontrastwerte, Blickwinkel und die Helligkeit des Displays sind super. Nur die automatische Helligkeitsanpassung ist in meinen Augen immer etwas zu dunkel. Insgesamt ist das Display des LG G-Pad 8.3 aber für mich das Highlight des Tablets.

Software
Nach dem neusten Software-Update läuft auf dem LG G-Pad die aktuelle Android-Version 4.4.2. Die Oberfläche wurde dabei von LG ein wenig angepasst und durch einige Funktionen ergänzt. So verfügt auch das Tablet über die nützliche Double-Tap-To-Wake-Funktion bei der das Gerät durch zweifaches Antippen des Displays entsperrt werden kann. Was ich auch als sehr nützlich empfinde sind die QSlide-Apss. Das sind Mini-Anwendungen, welche jederzeit über die gerade geöffnete App dargestellt werden können. Die Quick-Memo Funktion ist eine nette Spielerei. Mit ihr können auf Screenshots direkt weitere Informationen eingetragen werden.

       

Kamera
LG Verbaut im G-Pad 8.3 eine 1,2 MP Front- und eine 5 MP Hauptkamera. Die Frontkamera löst zwar nicht sehr hoch auf, ist aber zum Skypen vollkommen ausreichend. Auch die 5 MP Kamera gehört zwar nicht zu den besten, erfüllt aber ihren Zweck. 


Schnappschüsse bei guten Lichtverhältnissen werden ganz gut. Nur in Innenräumen und bei schwachem Licht werden die Bilder sehr schnell verrauscht. Ich brauche in Tablets keine Rückkamera, da ich nicht unbedingt davon angetan bin mit einem „Brett“ in der Hand zu fotografieren, aber für schnelle Schnappschüsse reicht die Kamera voll aus. Mehr soll sie ja auch nicht.

Speicher und Akkulaufzeit
Der interne Speicher des LG G-Pad 8.3 beträgt 16 GB und kann Problemlos per microSD-Speicherkarte erweitert werden. Damit sollte genug Speicher für jede Menge Anwendungen, Fotos, etc. vorhanden sein. Bei einer Akkuleistung von 4600 mAh kann man davon ausgehen, dass der Akku eine Weile durchhält. Aufgrund des hochauflösenden Displays und der potenten Hardware wird dieser aber auch ganz schön gefordert. Was heißt das? Bei normaler Nutzung, also ab und zu Emails und Facebook updates checken und gelegentliches Videoschauen, hält der Akku zwei bis zweieinhalb Tage. Unter Höchstleistung (Spielen) hält der Akku ca. sechs bis sieben Stunden. Somit liefert der Akku eine eher durchschnittliche Akkulaufzeit.

Bevor wir zum endgültigen Fazit kommen, gibt es auch an dieser Stelle natürlich wieder ein Test in Videoform.



Fazit
Abschließend kann ich eigentlich nur noch sagen, dass mich das LG G-Pad durchaus überzeugt hat. Vor allem das scharfe und farbgetreue Display hat mich begeistert. Auch das schlanke und edle Design gefällt mir. Zwar trüben kleine Verarbeitungsmängel und seltene, schwer erklärbare Performance-Probleme das Gesamtbild, aber für einen Preis von 200 bis 250 € kann ich das LG G-Pad 8.3 ohne ein schlechtes Gewissen weiterempfehlen. Für das Geld bekommt man echt ordentliche Hardware-Power im schlanken Gewand mit einigen netten und nützlichen Zusatzfunktionen.

Pro:
- schlankes und edles Design
- dünne Display-Ränder
- scharfes und farbgetreues Display
- ordentliche Hardware-Power
- einige nützliche Zusatzfunktionen
- sehr laute Lautsprecher

Kontra:
- spürbare und ungleichmäßige Kanten auf der Rückseite
- einige Apps (vor allem einige Spiele) laufen nicht flüssig
- deutlich spürbare Vibration der Lautsprecher

Wertung: 9/10

Ich bedanke mich für euer Interesse. Natürlich interessiert mich an dieser Stelle auch wieder eure Meinung. Was haltet Ihr von Lg G-Pad 8.3? Wie hat euch dieser Beitrag gefallen? Was haltet ihr von meinen Videos? Schreibt mir eure Meinung einfach in den Kommentaren. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Kauflink:
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