Gone Girl – Das perfekte Opfer: spannend bis zur letzten Sekunde


Mein Jahresrückblick ist schon raus und bei meinen persönlichen filmischen Highlights hatte ich erwähnt, dass ich mir eigene vermutliche Hits noch nicht anschauen konnte. Einer dieser Filme war Gone Girl. Nun konnte ich ihn endlich nachholen. Hätte ich ihn eher gesehen, wäre er definitiv ein Kandidat für meine Top-Liste geworden. Warum genau David Finchers Thriller mich so sehr begeistern konnte, erfahrt ihr jetzt.

Gone Girl erzählt die Geschichte von Nick und Amy Dunne. Sie scheinen das perfekte Ehepaar zu sein. Sie eine erfolgreiche Autorin von Jugendroman aus gutem Hause, er ein charmanter eher minder erfolgreicher Schriftsteller aus der Provinz. So verbringt das glückliche Paar die ersten Jahre in New York. Als beide aufgrund der Wirtschaftkrise ihre Jobs verlieren und dann auch noch Nicks Mutter schwer krank wird, ziehen beide in Nicks alte Heimat Missouri. Dort beginnt die Ehe langsam auseinanderzufallen. Als Nick an ihren fünften Hochzeitstag nach Hause kommt und anstatt seiner Frau und ein verwüstetes Haus vorfindet, beginnt ein Thriller der Seinesgleichen sucht. Anfangs ermittelt die Polizei im Fall einer Entführung. Später rückt Nick selbst als Täter in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Hat er seine Frau umgebracht? Ist sie doch entführt wurden? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

An dieser gibt es erst einmal den Trailer zum genießen:


Bei der Story zu sehr ins Detail zu gehen, würde jedem nur den Spaß verderben, sich diese Filmperle selbst anzuschauen. Denn ist beinahe unmöglich dabei nichts zu verraten. Eines kann ich aber ganz sicher sagen. Dass David Fincher Thriller inszenieren kann, hat er bereits öfters bewiesen. Aber in Gone Girl läuft er zur Höchstform auf. In den insgesamt 150 Minuten Laufzeit wird der Film nie langweilig, sondern wird eher mit jeder Sekunde immer spannender und weiß mit der oder anderen Wendung immer wieder zu überraschen. Jeder einzelne Dialog ist interessant geschrieben. Nichts wirkt wie ein Füller oder unnötig gestreckt. Über das Ende an sich kann man zwar streiten. Ich persönlich fand es passend.

Hinzu kommt die wirklich spannende Charakterzeichnung. Alleine die Sympathie des Zuschauers gegenüber Nick schwankt immer wieder. Mal sieht man ihn ganz klar als besorgten Ehemann, dann fängt man an doch an seiner Unschuld zu zweifeln und zum Ende…äh nein das kann ich nicht verraten! Mit Ben Affleck ist diese Rolle auch mehr als passend besetzt. Mir war es ein echter Genuss ihm zuzusehen. Noch mehr hat mir aber Rosamunde Pike in der Rolle von Nicks Ehefrau Amy gefallen. Warum genau? Nun ja ich glaube, das würde jetzt wieder zu viel verraten.

Aber auch filmisch kann der Film voll überzeugen. Zwar solltet ihr kein Effekt-Gewitter erwarten, aber die Atmosphäre ist unglaublich dicht und der Spannungsbogen zum zerreißen gespannt. Ein wirklicher Soundtrack ist mir beim Ansehen gar nicht so richtig aufgefallen. Dieser hält sich eher zurück und lässt die Dialoge und Bilder für sich arbeiten. Hat mich das gestört? Nicht wirklich, aber es trübt ein klein wenig das Gesamtbild, dass vom Soundtrack nichts hängen bleibt.

Ich bin echt froh, dass ich von der Buchvorlage noch nichts gehört habe und mich so vom Film voll überraschen lassen konnte. David Finchers Gone Girl ist nicht nur ein hervorragend spannender und packend inszenierter Thriller, sondern definitiv einer der besten Filme des auslaufenden Jahres. Unbedingt anschauen!

Pro:
- spannende, wendungsreiche Handlung
- packend und sehr atmosphärisch inszeniert
- überzeugende schauspielerische Leistungen von Affleck und Pike

Kontra:
- vom Soundtrack ist nichts hängen geblieben
- über das Finale kann man streiten (Ich fand es passend.)

Wertung: 9/10


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