Urlaubsreif: Jetzt brauch’ ich Urlaub!




Bereits zum dritten Mal stehen Adam Sandler und Drew Barrymore gemeinsam vor der Kamera. Was auch bekannt ist, Adam Sandler hat es alles andere als leicht mit der Fachpresse. So werden seine Filme beinahe sofort zerrissen und mit negativen Auszeichnungen überhäuft. Auch sein neuestes Werk Urlaubsreif hat so einige Nominierungen für die Goldene Himbeere erhalten. Gerechtfertig? Ich finde nein! Und warum genau, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Es beginnt mit einem Blind-Date, das alles andere als gut läuft. Nicht nur ist der alleinerziehende Vater Jim nicht der aufmerksamste, sondern auch die (ebenfalls) alleinerziehende Lauren stellt sich ziemlich tollpatschig an. So gehen beide lieber getrennte Wege. Als Laurens beste Freundin aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen ihren Freund verlässt und somit eine Reise ins ferne Afrika frei wird, kreuzen sich die Wege der beiden erneut. So müssen die beiden nicht miteinander klar kommen, sondern auch irgendwie ihre insgesamt fünf Kinder zusammenführen.

An dieser Stelle erst einmal der Trailer zum genießen:


Schnell wird klar, eine preiswürdige Story erzählt Urlaubsreif nicht. So wird einem die typische Familienkomödie mit romantischem Einschlag geboten, die mit überhaupt keinen Überraschungen daher kommt. Ist das was Schlimmes? Ehrlich gesagt, nein. Denn keiner wird zu diesem Film greifen und eine tiefgründige Geschichte erwarten. Viel mehr liefert Urlaubsreif genau das, was man von dem Film erwartet. Klar kann man den Film ankreiden, dass Potential bezüglich Probleme in Patchwork-Familien und verwitweten Elternteilen links liegen lässt, bzw. nur sehr oberflächlich behandelt. Andererseits möchte ich als Konsument auch einfach mal mein Hirn ausschalten und mich unterhalten lassen.

Genau das schafft der Film mit Bravour. Vor allem die tolle Kulisse des afrikanischen Hotels weiß zu begeistern und sorgte bei mir sofort für Urlaubsstimmung, Auch die Chemie zwischen Sandler und Barrymore passt einfach. Das haben sie ja auch in früheren Filmen (50 erste Dates) bereits gezeigt. Viele Gags funktionieren sehr gut, sodass man schon das ein oder andere Mal herzhaft loslachen kann. Leider steckt mir noch zu viel Slapstick in Urlaubsreif. So hätte man sich paarende Nashörner und vor Bäume rauschende Omas vielleicht einfach weglassen sollen.

Auch die schauspielerischen Leistungen gehören ganz klar nicht zu den Besten. Vor allem die Jungdarsteller machen einen nicht ganz so guten Job. Das verzeiht man ihnen aber ziemlich schnell und hat mich auch nur anfangs etwas gestört. Viel mehr vermitteln sie aber den Spaß am Dreh und diese gute Laune überträgt sich direkt auf den Zuschauer. Besonders gefallen hat mir aber Terry Crews als Frontmann der Hotelband. Super selbstironisch, völlig überzeichnet, aber immer verdammt lustig! Hört einfach mal genauer auf die Songtexte…

Bevor wir zum Fazit kommen, gibt es hier meine Filmkritik als Video:


Die teils vernichtenden Kritiken zeichnen ein falsches Bild von Urlaubsreif. Ja, man muss mit Adam Sandler etwas anfangen können. Er liefert aber mit seinem neuen Film eine wirklich sehenswerte Wohlfühlkomödie, die zwar an Tiefgang mangeln lässt, dafür den Zuschauer immer wieder ein Lächeln auf das Gesicht zaubern kann. Ich hatte mit Urlaubsreif echt viel Spaß und bin jetzt voll in Urlaubslaune. Von daher, für Komödienfreunde auf jeden Fall einen Blick wert!

Pro:

+ bildschöne Kulisse

+ sorgt für gute Laune und Urlaubsstimmung

+ viele, wirklich lustige Gags (vor allem Terry Crews)


+ Sandler und Barrymore harmonieren vor der Kamera


 Kontra:

- Chancen für etwas mehr Tiefgang bleiben ungenutzt

- teilweise überdrehter Slapstick-Humor
- schauspielerische Leistungen eher Mittelmaß

Wertung: 6,5/10

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