Blindspot Staffel 2: Der Fluch des Cliffhangers!


Blindspot ist so eine Serie, auf die ich nur zufällig gestoßen bin. Meine Freundin und ich saßen mal wieder abends auf der Couch und haben die Amazon Prime App auf der Suche nach einer neuen Abendunterhaltung durchsucht. Dabei hat uns das Cover von Blindspot angesprochen und wir haben einfach darauf losgelegt und konnten dann einfach nicht mehr aufhören. So verwundert es auch nicht, dass wir jetzt auch die zweite Staffel in Rekordzeit durchgesehen haben. An dieser Stelle möchte ich euch gerne verraten warum wir auch die zweite Staffel sehr gern gesehen haben, aber auch warum Serien nicht immer endlos weiter laufen sollten. Viel Spaß!

Da ich nie eine Kritik zu ersten Staffel geschrieben habe, kommt an dieser ein kurzer Abriss. 

Auf dem New Yorker Times Square wird eines Nachts eine Tasche abgelegt. Nach einer Bombenwarnung stellt sich schneller heraus, das nicht etwa Sprengstoff platziert wurde, sondern dass sich eine nackte und mit Tattoos überhäufte Frau darin befindet. Schnell kommt die Frau zum FBI denn hinter jedem ihrer Tattoos verbirgt sich ein Hinweis auf ein Verbrechen. Dazu kommt, dass man der Frau das Gedächtnis gelöscht hat und man so nicht nur herausfinden muss, woher die Tattoos kommen und wer der Frau das angetan hat, sondern vor allem auch wer diese Frau eigentlich ist.

Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn die verworrene Geschichte rund um verschiedene Verschwörung ist wirklich spannend erzählt und muss einfach selbst erlebt werden. Während das FBI Team rund um den Agenten Kurt Weller in der ersten Staffel die Rätsel rund um die Jane Doe getaufte Frau gelüftet haben, geht es in der zweiten Staffel vor allem darum den Drahtziehern das Handwerk zu legen und eine Katastrophe zu verhindern.

Dabei behandelt jede einzelne Episode weiterhin für sich alleinstehende Fälle, die in irgendeiner Form mit dem großen Ganzen in Verbindung stehen. Was mir dabei schon richtig gut gefallen hat, ist das die Serie nie Spannungsbogen verliert. Viele Krimiserien verlieren schnell die eigentliche Geschichte aus den Augen, aber nicht so bei Blindspot. Hier wird die große Geschichte in jeder Episode vorangetrieben.

Das die Geschichte schauspielerisch, vor allem Jaime Alexander als Jane Doe kann wirklich überzeugen, gut umgesetzt ist und auch die Actionsequenzen spaßig anzusehen sind, trägt unmittelbar zum kurzweiligen TV Erlebnis bei. Zu viel Tiefgang sollte zwar niemand erwarten, aber beinahe alle Figuren von Blindspot sind mittlerweile wirklich gut ausgearbeitet und charakterisiert. Dabei rücken in Staffel 2 vor allem auch persönliche Dramen in den Mittelpunkte, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Blindspot ist in meinen Augen eine richtig gute Serie, aber meiner Meinung nach hat die zweite Staffel auch ein riesiges Problem. Und das ist die kommende dritte Staffel. Natürlich kann ich an dieser Stelle nicht sagen, ob sich meine Bedenken hier bewahrheiten, aber die zweite Staffel hätte in meinen Augen schon der Abschluss sein sollen.

So ist das Staffelfinale doch schon recht final gehalten und auch viele Charakterentwicklungen deuten ein Ende an. Die Strapazen der Arbeit beim FBI und die Jagd auf die Terroristen hat bei allem im Team Spuren hinterlassen. Zum Ende der Staffel haben fast alle Teammitglieder körperliche oder psychische Schäden davongetragen und sehnen sich nach etwas Anderem. Alle wirken einfach ausgelaugt. So hätte man in meinen Augen ein echt zufriedenstellendes Ende mit kleinen und großen Happy Ends, aber vor allem auch ohne klaren Gewinner inszenieren können.

Aber nein, Blindspot nutzt die letzten Minuten der zweiten Staffel um ein paar Jahre in den Zukunft zu springen, den Zuschauer dabei also jeden Kontext zu rauben und völlig ratlos zurückzulassen. Es ist doch noch nicht vorbei. Aber was ist in der Zwischenzeit passiert? Waren nicht alle Rätsel gelöst und Gefahren beseitig?


Offenbar nicht! Und das kann ich im Moment nicht so ganz nachvollziehen, da die zweite Staffel für mich jedenfalls so ziemlich alle Fragen beantworten hat. Ich habe nun echt Bedenken, dass man es versäumt hat die Serie mit der zweiten Staffel in Würde enden zu lassen, nur um sich dann in der dritten Staffel in erzwungenen, neuen Erzählsträngen zu verlaufen. Vielleicht schaffen sie es ja auch dem Ganzen einen Sinn zu geben. Wollen wir es einfach hoffen, denn die ersten beiden Staffeln haben mir richtig gut gefallen. Nun versaut es bitte nicht mit der kommenden dritten Staffel!

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