Direkt zum Hauptbereich

Ultimate Custom Widget (UCCW): Mach’s dir selbst!



Einer der Gründe, die mich dazu gebracht haben von IOS zu Android zu wechseln war, dass sich die ganze Oberfläche einfach viel individueller gestalten lässt. Nicht nur durch Widgets, sondern auch durch verschiedene Launcher kann das System beinahe vollständig den Wünschen des Bedieners angepasst werden. Aber schon durch die reine Menge an Widgets, die im Play Store angeboten werden, kann man schnell den Überblick verlieren. Und selbst trotz des immensen Angebotes bin ich bei einigen Anwendungen noch nicht auf genau das gestoßen, was ich mir vorgestellt habe. Nun damit ist jetzt Schluss. Denn mit der kostenlosen App UCCW können ganz individuell nach dem Baukastenprinzip eigene Widgets erstellt werden. Dabei sind nach einer kurzen Einarbeitungsphase, die Grenzen nur durch die reine Kreativität des Anwenders gegeben.

Aber fangen wir von vorne an. UCCW bietet uns zunächst die Möglichkeit aus vordefinierten Bausteinen eigene Widgets nach unseren Wünschen zu erstellen. So können Elemente wie das Datum, die Uhrzeit oder das Wetter frei positioniert werden. Außerdem kann man noch die Farbe, Größe, Drehung und so weiter des jeweils gewählten Elementes eingestellt werden. Sind alle Elemente persönlichen  den Wünschen angeordnet und formatiert, wird dieses Layout als „Skin“ abgespeichert. Und jetzt kommt der eigentliche Clou zutage. Denn UCCW ist an sich schon ein vollwertiges Widget. Eigentlich verändert man lediglich das Aussehen, also den „Skin“. Nachdem das UCCW Widget, in verschiedenen möglichen Größen, auf den Homescreen abgelegt wird, muss nur noch abschließend der zugehörige „Skin“, also das Aussehen, gewählt werden. Schon ziert das eigene Widget den Homescreen.

Soweit die Einsteigerfunktionen. Mit etwas Einarbeitungszeit ist aber möglich aus den gegebenen Bausteinen mehr zu erschaffen, als auf den ersten Blick möglich scheint. Es gibt bereits Anwendungen, die die bekannte Metro-Oberfläche imitieren und teilweise genauso funktionieren. Das kommt auch durch die „Hotspots“ zustande. Das sind Felder die über das Widget gelegt werden können. Wird dieser markierte Bereich später berührt, so wird die vorher festgelegte Aktion ausgeführt. So kann dadurch direkt auf Apps zugegriffen werden oder Einstellung, wie zum Beispiel das Ein- und Ausschalten des WLans, realisiert werden. Somit kann das komplette Design des Smartphones über UCCW einmalig und individuell gestaltet werden. Bis man jedoch in der Lage ist solche komplexen Strukturen zu erstellen, ist einiges an Fleiß und Lernarbeit zu verrichten.

Diese Einarbeitungszeit kommt noch durch einige Bediener unfreundliche Eigenschaften der App zustande. So sind keine weiteren Schriftarten automatisch auswählbar. Diese müssen erst in den „fonts“ Ordner auf der SD-Karte abgelegt werden bevor sie in der App verwendet werden können. Warum sind nicht von vornherein ein paar mehr Schriftarten an Bord? Auch hat die Einbindung von Bildern bei mir noch nicht wirklich funktioniert. Ich konnte einfach noch nicht feststellen, warum manche Bilder angezeigt werden und andere wiederrum nicht. Auch bietet die App die Möglichkeit Skins von anderen Nutzern zu importieren, aber auch das erfolgt lediglich umständlich über die systeminterne Ordnerstruktur. Ein App-interner Store wäre da echt hilfreich.

Trotz einiger Schwächen bei der Benutzerfreundlichkeit bietet UCCW doch eine nie dagewesene Möglichkeit sein Telefon ganz persönlich zu gestalten. Rein theoretisch könnte auf alle anderen Widgets verzichtet werden und alles selbst mit Hilfe dieser App erstellt werden. Aber dafür muss man schon etwas Zeit investieren. Wer keine Lust hat selbst was zu basteln, der kann auch auf einen mittlerweile großen Fundus an bereits erstellten „Skins“ zurückgreifen, auch wenn diese etwas umständlich zu importieren sind. Ich bin von den Möglichkeiten dieser App mehr als begeistert und habe, denke ich, ein neues Hobby gefunden. In Zukunft werde ich mich noch genauer mit UCCW beschäftigen. Deswegen habe ich auch entschlossen in der nächsten Zeit in einer neuen Rubrik meine Kreationen kurz vorzustellen und in einer Art Tutorial Schritt für Schritt erklären, wie ich die Skins erstellt habe.

Also ich bin ja wie erwähnt echt begeistert davon, wie einfach man sich selbst schnell sein individuelles Design erschaffen kann. Nutzt ihr vielleicht auch seit längerem diese App? Was sind eure Erfahrungen damit und was haltet ihr von der Idee dieser App eine eigene Rubrik im Blog zu widmen? Schreibt eure Meinung dazu in den Kommentaren.

Beliebte Posts aus diesem Blog

„Echtes“ Android auf dem Amazon Fire HD8 (ohne Root)

Die Amazon Fire Tablets stellen eine nicht zu verachtende Möglichkeit dar, wenn man auf der Suche nach einem relativ günstigem Android Tablet ist. Das Problem, man ist dabei sehr stark an die Amazon-Dienste gekoppelt. So hat man als Prime-Kunde zwar auch sehr einfachen Zugang zu Büchern, Musik und Filmen, aber wichtige Features, wie der Play Store zum Beispiel, fehlen. Auch Amazons eigene Bedienoberfläche ist etwas gewöhnungsbedürftig. Da wäre es doch schön, wenn man aus dem Amazon Fire ganz einfach ein „echtes“ Android-Tablet mit Google Play Store machen könnte. Nun das geht. Wie erfahrt ihr hier!

Bloodborne Lore: Ingame-Story

Das hier ist jetzt schon mein 100. Beitrag und damit ist es Zeit etwas Neues hier auf meinem Blog zu probieren und außerdem habe ich nach meinem zweiten Durchgang in der Welt von Bloodborne einfach irgendwie das Bedürfnis meine gewonnenen Erkenntnisse niederzuschreiben und mit euch zu teilen. Außerdem bietet Bloodbornes Welt einfach so viel Potential unterschiedliche Ansichten zu diskutieren, dass ich dem Ganzen jetzt hier eine neue Rubrik widmen möchte. Los geht’s also mit der Ingame-Story an sich. In kommenden Beiträgen werde ich bestimmte Personen, Ereignisse und Schauplätze näher betrachtet. Aber beginnen wir mit dem wahrscheinlich einfachsten Part. Viel Spaß!

New Nintendo 2DS XL: Die Spiele machen den Unterschied!

Der Nintendo DS prägt nun seit über 10 Jahren das Handheld-Gaming. Nun hat Nintendo den vermutlich letzten Ableger der Portablen Konsole auf den Markt gebracht. Der Name ist wie gewohnt gewöhnungsbedürftet: New Nintendo 2DS XL. Der Name ist aber durchaus Programm. Er ist neu. Er hat die XL Bildschirme. Und er verzichtet auf die 3D Funktionalität. Eine Frage stellt sich hier aber immer wieder, lohnt sich Nintendos neuer Handheld überhaupt noch? Immerhin hat man mit der Switch einen starken Konkurrenten aus dem eigenen Haus. Dieser Frage wollen wir in diesem Test auf den Grund gehen!