Pixels: Kampf der Arcade!


Videospielverfilmungen haben keinen besonders guten Ruf. Filme von Adam Sandler Filme auch nicht. Die erste Aussage kann ich so voll unterschreiben, bei der zweiten muss ich gestehen, dass mir die Sandler Filme (wenn auch nicht alle) durchaus gefallen. Was kommt aber dabei raus wenn sich Adam Sandler den Videospielen widmet? Pixels nimmt sich aber keinen neuartigen Gaming Triple-A Titel als Vorlage, sondern orientiert sich an Arcade Klassikern wie Pacman oder Centipede. Kann das aufgehen? Lest weiter!

Sam Brenner ist ein Genie an der Arcade Maschine. Vor allem Spiele wie Pacman und Centipede sind sein Steckenpferd. Doch auf der ersten Gaming Weltmeisterschaft verliert er im Donkey Kong Finale und muss seither mit Komplexen leben. Diese Weltmeisterschaft wird aufgenommen und mit einem Satelliten ins Weltall geschossen, um dort mit Außerirdischen in Kontakt zu treten. Die Nachricht kommt an, wird allerdings falsch verstanden. Die Aliens verstehen die Gaming Aufzeichnungen als Kriegserklärung und senden nun eine Armee an Pixelmonstern, die direkt aus den Arcade Spielen entschlüpft sind auf die Erde. Doch die Menschen habe eine Chance. Gewinnen Sie die Spiele gegen die 8-Bit Aliens wird die Erde verschont. Sam Brenners große Stunde hat somit geschlagen. Es ist an ihm die Welt zu retten.

Die Story ist genauso bekloppt wie sie hier zu lesen ist. Aber sie macht Spaß, vor allem weil sie sich zu keinem Zeitpunkt wirklich ernst nimmt. Ich persönlich hatte auch sehr viel Spaß daran zu sehen, wie die Spielmechaniken im Film umgesetzt wurden. So rennt der riesige Pacman durch die Straßen von New York und Sam und seine Kollegen jagen ihn als Geister in bunt lackierten Minis. Es ist wie ein hochskaliertes echtes Pacman Match. Klar, sollte man hier auf keinen Fall Tiefgang erwarten. Aber ich finde, dass der Film mit einigen kreativen Ideen überzeugen kann.

Weniger gefallen hat mir die flache und übertriebene Charakterisierung. Da gibt es die hübsche, kluge, aber auch schwer frustrierte und zickige Wissenschaftlerin oder den dicken Mega-Nerd, der überall eine Verschwörung vermutet. Auch Peter Dinklage als in den 80ern hängengebliebener Prolet fand ich leider eher nervig als wirklich lustig. Dass Sandlers Rolle noch die „normalste“ ist, scheint an dieser Stelle schon bezeichnend.

Dafür kann der Film aber wiederum technisch überzeugen. Die Pixelmonster können sich durchaus sehen lassen. In den Actionsequenzen geht es farbenfroh und hektisch zur Sache. Dazu gibt es einen passenden Soundtrack bestehend aus Mixen zwischen alter Game-Musik und Hits aus der damaligen Zeit. An der Inszenierung habe ich gar nichts auszusetzen. Pixels macht in dieser Hinsicht richtig Spaß!

Pixels wurde überwiegend sehr schlecht bewertet. Was die Erzählung betrifft kann ich das auch nachvollziehen, weil man da wirklich mehr hätte rausholen können. Für einen einfachen Filmeabend mit ein wenig Gaming Flair ist aber dennoch ganz gut zu gebrauchen.

Pro:

Kontra:

+ Spiele-Klassiker
- Story viel zu flach
+ kreative Umsetzung des Gameplays
- nervige und klischeehafte Charaktere
+ optisch und akustisch überzeugend
- schauspielerische Leistungen nicht immer überzeugend

Wertung: 6/10



Beliebte Posts aus diesem Blog

Deadpool: der etwas andere Superhelden-Film

Horror Games: Was mir das Fürchten lehrt?

Bloodborne Lore: Ingame-Story