IPad Air 2 Review: hauchdünn und super schnell


Schon seit einigen Jahren habe ich verschiedenste Tablets benutzt. Sei es zum Spielen, Surfen, den Verfassen einer kurzen Email oder zum Erledigen von einfachen Aufgaben, Tablets haben in meinen Augen auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung und haben zumindest bei mir immer wieder meinen Laptop ersetzt. Bisher kamen ausschließlich Android Tablets zum Einsatz, aber die hatten immer den einen oder anderen Haken. Daher hatte ich schon immer den Wunsch mir ein iPad anzuschaffen. Vor wenigen Wochen war es dann soweit und heute kann ich euch erzählen, ob sich der Umstieg auf das Apple iPad Air 2 gelohnt hat. Viel Spaß bei diesem Test.

Design und Verarbeitung
Was sich beim Auspacken schon klar wurde, hat sich auch nach ausgiebigem Testen nicht geändert. Das iPad Air 2 ist in meinen Augen das mit Abstand schönste Gerät seiner Klasse. Apple hat ein schlichtes, modernes und zeitloses Design geschaffen, das auf manche vielleicht kalt wirken könnte, ich persönlich begrüße den edlen, minimalistischen Ansatz sehr. Ich kann verstehen, dass einigen die Seitenränder zu groß sind. Sie könnten auch wirklich etwas kleiner sein, aber sie bieten aber auch genügend Platz um das Tablet bequem zu halten, ohne auf das Display zu fassen. Besonders beeindruckt bin ich aber davon, wie unglaublich dünn und leicht dieses iPad Air 2 ist. Die Wifi Variante ist nur unglaubliche 6,1 mm dünn und wiegt super leichte 437 g. Vor allem der erste Eindruck beim Unboxing war dadurch gewaltig und auch nach einigen Wochen Nutzung staune ich immer wieder über diese Werte. Dazu kommt, dass das iPad die Apple typische Verarbeitungsqualität aufweist. Das iPad Air 2 besteht dementsprechend aus hochwertigen Materialen und ist einwandfrei verarbeitet. Auch wenn Android Devices in dieser Hinsicht wirklich aufgeholt haben. Das iPad spielt immer noch in seiner eigenen Liga. Diese hervorragende Verarbeitung, die schlanken Maße und das geringe Gewicht machen das iPad Air 2 zu einem wahren Handschmeichler und zu einem Gerät, dass man einfach gerne in die Hand nimmt.

Display
An der Displaygröße und dem Seitenverhältnis hat sich seit dem ersten iPad nichts geändert. So findet ihr auch hier ein 9,7 Zoll großes Display im 4:3 Format. Dieses Seitenformat eignet sich hervorragend zum Surfen und Lesen von Nachrichten, hat aber deutliche Schwächen wenn es darum geht, Videos zu schauen, da so ein ziemlich großer Teil des Displays ungenutzt bleibt und ihr mit dicken schwarzen Balken rechnen müsst. Persönlich finde ich das 4:3 Format aber besser, da es für die meisten Anwendungsbereiche deutliche Vorteile bietet. Zudem ist die Auflösung des Displays mittlerweile auf 2048 x 1536 Pixel angewachsen, wodurch eine Pixeldichte von 264 ppi entsteht. Das klingt heutzutage nicht nach sonderlich viel, aber lasst mich euch sagen, das Display iPad Air 2 ist großartig. Durch die vollständige Laminierung des Displays ist vor allem die Farbdarstellung extrem gut und man hat tatsächlich das Gefühl direkt mit den Pixel zu interagieren, anstatt auf einer Glasscheibe herum zu wischen. Dazu kommen noch eine verdammt gute Blickwinkelstabilität und eine ausreichende Helligkeit um selbst bei starker Sonneneinstrahlung etwas ablesen zu können. All diese Faktoren machen das Display des iPad Air 2 mit zum Besten, was selbst heute noch erhältlich ist. Die reine Anzahl der Pixel ist nicht immer alles!

Performance
Schauen wir uns aber endlich die inneren Werte an. Apple verbaut im iPad Air 2 den hauseigenen 64 Bit A8X Chip und den M8 Co-Prozessor zusammen mit 2GB Ram. Eine Angabe von Taktfrequenzen ist bei Apple immer schwierig zu finden, aber der A8X Chip scheint wohl ein Dual Core mit jeweils 1GHz Takt zu sein. Klingt nach verdammt wenig, aber mittlerweile sollte jeder wissen, dass Apples Produkte (und vor allem die Software) im Vergleich zur Android Konkurrenz äußerst Ressourcen schonend ist. Zudem ist auch das eigentliche Chip-Design wichtiger als die eigentliche Taktfrequenz. Aber was will ich damit eigentlich sagen? Das iPad Air 2 rennt durch sämtliche Aufgaben und wird auch in Zukunft mehr als genug Leistung für die meisten von uns bieten. Verzögerungen? Ruckler? Gibt es nicht! Vor allem aber die 2GB Ram machen sich deutlich bemerkbar. Multitasking ist gar kein Problem und im Browser müssen geöffnete Tabs nicht neu geladen werden. Das iPad Air 2 ist ein wahres Performance-Monster! Spielen, Surfen, Arbeiten, alles kein Problem!

Software
Ich benutze das iPad in der aktuellsten IOS Version. Das beste Feature in meinen Augen ist definitiv die Splitscreen-Funktion. Wenn man zum Beispiel eine E-Mail schreibt und nebenbei den Kalender überprüfen, Youtube-Videos anschauen und nebenbei im Browser was nachschlagen will, werden die Vorteile deutlich. Auch schön zu sehen, dass immer mehr Apps diese Funktion unterstützen. Im Grunde bleibt aber die Geschmacksfrage. Entweder das Konzept von IOS gefällt oder gefällt nicht. Wer mit IOS nichts anfangen kann, wird auch heute damit nicht glücklich. Mir persönlich gefällt der einfache, aufgeräumte Look. Menüs sind übersichtlich und größtenteils verständlich gestalten, alles wirkt einheitlich und auch die zahlreichen Gesten gefallen mir sehr. Vor allem läuft IOS aber jederzeit super flüssig und Abstürze oder größere Bugs sind mir noch nicht aufgefallen.

Kamera
Apple verbaut im iPad Air 2 eine 8 Megapixel Haupt- und eine 1,2 Megapixel Frontkamera. Ob es wirklich sinnvoll ist mit einem Tablet zu fotografieren, ist eine andere Frage. Aber macht das iPad denn gute Fotos? Die Antwort, OHJA! Ich war wirklich überrascht von der extrem guten Bildqualität der Aufnahmen. Sie sind detailreich, Farben werden kräftig, aber immer noch natürlich aufgenommen, die Kamera löst schnell aus und so weiter. Man kann das iPad Air 2 also durchaus zum Fotografieren verwenden. Ich persönlich kam mir aber etwas doof vor, als ich mir das Tablet zum Fotografieren vor die Nase gehalten habe. Gleiches gilt für die sehenswerten Video-, Zeitraffer- und Zeitlupenaufnahmen, aber auch hier gilt, will man mit so einem riesen Teil wirklich Filmen? An dieser Stelle erst einmal ein paar Testaufnahmen.





Die Auflösung der Frontkamera klingt nicht nach sehr viel. Für Facetime, Skype oder ein schnelles Selfie ist sie aber mehr als ausreichend und ich jedenfalls hab an der Qualität nichts auszusetzen.

Speicher und Akku
Bisher ist dieser Test äußerst positiv ausgefallen, aber leider muss ich jetzt anfangen zu meckern. Apple ist nicht unbedingt bekannt dafür preiswerte Produkte zu verkaufen und da macht auch das iPad Air 2 keine Ausnahme. Besonders ärgerlich ist dabei aber die Tatsache, dass das „günstigste“ Gerät nur 16 GB internen Speicher aufweist. Eine 32 GB Einstiegsversion wäre deutlich sinnvoller gewesen. So soll der potentielle Kunde nur zum Kauf der ca. 100 Euro teureren 64 GB Variante überredet werden. So teuer ist doch Speicherplatz wirklich nicht mehr! Als der Sparfuchs der ich bin, habe ich natürlich zur 16 GB Variante gegriffen, in der Hoffnung, das wird schon reichen. Tut es nicht! Der Speicher war verdammt schnell voll, vor allem wenn man bedenkt, dass etliche Spiele mittlerweile locker über 1 GB Speicher benötigen. Da der Speicher auch nicht erweitert werden kann, sollte man entweder mit den begrenzten Kapazitäten gut haushalten können oder doch gleich lieber tiefer in den Geldbeutel greifen. Besonders überrascht hat mich hingegen die Akkulaufzeit. Drei Tage bei normaler Nutzung (Youtube, ein paar Emails und ein bisschen Surfen am Tag) sind problemlos möglich. Bei starker Nutzung sind selbst ein bis zwei Tage kein Problem. Vor allem aber die Standby-Zeit ist überragend. Über Nacht verliert der Akku des iPad Air 2 kaum einen Prozent seiner Ladung. Im Urlaub hat das Tablet ohne aktiviertes WLan sogar eine ganze Woche durchgehalten. Das sind wirklich sehenswerte Ergebnisse.

Sonstiges
Was gibt es zum iPad Air 2 zu sagen? Touch ID. Funktioniert zuverlässig, schnell und ist ein Feature, das ich mittlerweile nicht mehr vermissen möchte. Siri ist in meinen Augen immer noch eine schöne Spielerei, die für mich noch keinen wirklichen Mehrwert bietet. Da ich diesen Dienst kaum nutze, fühle ich mich aber auch nicht in der Lage eine aussagekräftige Meinung dazu zu äußern. Brauchen tut man Siri aber in meinen Augen nicht wirklich.

Wie immer vor dem Fazit, hier geht es zum Video:


Fazit
Das Apple iPad Air 2 ist ein wunderschönes, einwandfrei verarbeitetes Stück Technik, dass mit zukunftssicherer Power ausgestattet ist und dank des hervorragendem Displays einfach sehr viel Freude bereitet. Das Betriebssystem muss man mögen, aber es läuft definitiv super flüssig und stabil. Die Kamera macht für Tablet-Verhältnisse phänomenal gute Bilder und auch die Akkulaufzeit hat mich positiv überrascht. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist der hohe Preis und das damit verbundene magere Speicherplatzangebot. 16 GB sind heutzutage einfach zu wenig, selbst im Einstiegsbereich. Ansonsten bin ich vom iPad Air 2 mehr als überzeugt und kann es eigentlich jedem vorbehaltlos weiterempfehlen.

Pro:
+ zeitloses, elegantes Design
+ hochwertige Materialien und Verarbeitung
+ beeindruckend geringes Gewicht und geringe Dicke
+ klares, farbenfrohes komplett laminiertes Display
+ überragende Performance
+ sehr gute Hauptkamera
+ überdurchschnittliche Akkulaufzeit

Kontra:
- hoher Preis (wenig Speicher bei Einstiegsvariante)
- Speicher nicht erweiterbar

Wertung: 9,5/10

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