Unser Leben: wunderschönes Gesamtportrait des Lebens



Unsere Welt ist einzigartig. Soweit wir bis jetzt wissen, ist die Erde der einzige Planet auf dem Leben existiert und das in einer Vielfalt die keine Grenzen zu scheinen kennt. BBC versucht mit dem Film „Unser Leben“ eben diese Vielfalt in knapp 90 Minuten darzustellen und ein Portrait allen Lebens auf die Kinoleinwände zu zaubern. Ob dies ihnen in dieser kurzen Zeit gelingt  und ob es sich lohnt für einen Dokumentarfilm extra eine Kinokarte zu kaufen, werde ich in den nächsten paar Zeilen reflektieren.

Wer bereits den Film „Unsere Erde“ gesehen hat, wird wissen, was ihm bei „Unser Leben“ erwartet. Großartige Naturaufnahmen unterlegt mit teils leisen und entspannenden, sowie dramatischen Klängen, welche das Geschehen auf der Leinwand wunderbar untermalen. Dazu kommt eine, wie ich finde, super ausgewählte Synchronisation des Erzählers, welche hier die deutsche Stimme von Daniel Craig übernimmt (im Original natürlich Daniel Craig selbst). So  schafft es der Film wirklich den Zuschauer mitten in das Geschehen einzubinden und man bekommt das Gefühl echt ein Teil zu sein. Man fühlt mit den Lebewesen mit, interessiert sich für das Geschehen und lässt sich vom Erzähler gerne durch den Film tragen. „Unsere Erde“ schafft es so Unterhaltung und, ich nenne es jetzt einfach einmal Bildung, miteinander zu kombinieren.
Weiterhin ist dem Film hoch anzurechnen, dass er, trotz der streng begrenzten Zeit von gerade einmal 90 Minuten, es sehr gut schafft, einen umfangreichen Überblick über das Leben auf unseren Planeten zu verschaffen. Natürlich kann man dabei nur Facetten anschneiden und nicht komplett durchleuchten, aber das will der Film auch gar nicht. Sicher hätte ich mir auch gewünscht von einigen der gezeigten Tierarten mehr zu erfahren und dafür von anderen etwas weniger. Aber das liegt eher an meinen Interessengebieten und ist daher dem Film nicht anzukreiden. 

Eine weitere sehr schöne Sache ist meiner Meinung nach der Aufbau des Filmes. So startet es mit der Geburt, geht weiter mit der Nahrungssuche, dem Finden eines Partners und endet schließlich mit dem Tod. Dabei vergisst der Film nicht zu zeigen, dass ALLE Lebewesen in diesem Punkt gleich sind und er schafft es sogar jedem noch so kleinem Lebewesen etwas Menschliches einzuhauchen. Oder eher zeigt er uns Menschen, dass wir auch nichts anderes sind als stink normale Lebewesen! Was ich persönlich sehr, sehr gut finde, da wir das immer wieder etwas vergessen. Natürlich darf das übliche „Rettet die Umwelt“-Schema auch nicht fehlen. Aber so kann man diese Nachricht wunderbar überbringen.
Zusammenfassend ist also nur noch einmal zu erwähnen wie schön und gut gelungen dieser Film ist. Wer auf gedankenlose Action und Explosionen steht und sich auch sonst nicht für Natur und Leben interessiert, sollte sicherlich einen großen Bogen um dieses Meisterwerk machen. Für alle anderen, unbedingt ansehen!!

Pro:
+ wunderschöne Aufnahmen
+ super Erzählerstimme
+ passender Soundtrack
+ vielseitig und informationsreich
+ emotional
+ entspannend

Kontra:
-    - Etwas zu kurz nach meiner Meinung
-         --. Wenige Information zu manchen Tierarten
 
      Wertung:  10/10

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Kommentare

  1. Das Verständnis des deduktiv induktive Methode ist für die Forschung unerlässlich. Deduktives Denken testet bestehende Theorien und bewegt sich vom Allgemeinen zum Speziellen. Induktives Denken hingegen entwickelt neue Theorien auf der Grundlage spezifischer Beobachtungen.

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