Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Review" werden angezeigt.

Anbernic RG34XX-SP: Nostalgie pur!

In Zeiten, in denen Gaming immer teurer wird, seien es Hardware-Preise oder Spiele selbst, schaut man als alternder Gamer gerne auf die gute, alte Zeit zurück! Damals, als man noch gebückt auf einen kleinen, viel zu dunklen Bildschirm gestarrt hat und für viele, viele Stunden in Kanto oder Hyrule verloren gegangen ist. Retro-Gaming ist so stark wie nie zuvor. Emulatoren haben ihren Weg auf Smartphones gefunden. Auch auf meinem Steam Deck liegt mittlerweile meine gesamte ROM-Sammlung. Und trotzdem sind dedizierte Retro-Handhelds für mich der vermutlich beste Weg, um der Nostalgie freien Lauf zu lassen. Als Handhelds noch portabel waren Handhelds gibt es ja mittlerweile auch wie Sand am Meer. Ich habe mich bewusst für einen Anbernic RG34XX-SP entschieden. Grund Nummer Eins: der Formfaktor. Wie der Name verrät, orientiert sich das Gerät am Nintendo Advance SP. Die Dimensionen passen nicht zu hundert Prozent, aber es kommt verdammt nah dran. Und damit spielt der Anbernic seine erste große ...

Arc Raiders: Warum selbst ein Solo-Muffel plötzlich das Headset aufsetzt

Es gab da diesen Moment, diese eine Ingame-Begegnung, da wusste ich, Arc Raiders ist etwas ganz Besonderes. Ich lief mit vollen Taschen zum Extract und hörte in der Ferne Schüsse, ein klares „Someone, please help!“ und den eindeutigen Sound einen wütenden Rocketeers. Blitzschnell fanden sich drei weitere Spieler und das Biest fiel vom Himmel. Und der Gerettete? Der dachte sich doch wirklich, er könnte sich jetzt gegen seine Retter wenden und den Loot abstauben. Ein kurzer, intensiver Kampf später und er lag im Staub, entschuldigte sich, wurde wiederbelebt und die Truppe fuhr gemeinsam nach Hause. So viel spontane Kooperation, Feindseligkeit, Reue und Triumph, vor allem mit anderen Spielern, hatte ich in noch keinem anderen Spiel erlebt.

Kindle Scribe (2024) – Fokus statt Funktionsvielfalt

Lang bin ich um ein eInk-Tablet herumgeschlichen. Schon seit vielen Jahren begleitet mich ein iPad Pro mit Pencil ins Büro. Trotz vieler Versuche, auch mit matten Display-Schutzfolien, konnte ich mich nie so recht mit dem Schreibgefühl anfreunden. Die vielen, vielen Testberichte und Videos, die ich zu den verschiedenen eInk-Geräten (z.B.: Remarkable oder Boox) gesehen habe, sprachen immer von „papierähnlichen“ Schreibgefühl. Und doch waren mir diese Gerätekategorie immer zu teuer. Während der letzten Black Week bin ich dann doch schwach geworden und habe mir ein Kindle Scribe (2024) gegönnt. Und was soll ich sagen? Ich bin trotz gewisser Einschränkungen (oder gerade deswegen) überzeugt. Schöner und schlanker Handschmeichler Schon mein erster Eindruck beim Auspacken des Scribe konnte überzeugen. Amazon liefert ein in meinen Augen super schickes und angenehm schlankes Gerät. Auch wenn ich es für den Transport in der Schutzhülle habe (zu dieser später mehr), nehme ich den Scribe einfa...

Brotato: Wenn Aliens den Acker stürmen

Mein 2025er Steam-Rückblick hat bestätigt, was ich insgeheim schon wusste. Mein meistgespieltes Spiel war nicht etwa ein episches Abenteuer in einer Fantasy-Welt oder ein kniffliges Metroidvania. Die meiste Spielzeit habe ich dieses Jahr in der Pelle einer Kartoffel verbracht. Kleine Knolle, großes Geballer Brotato ist ganz einfach beschrieben ein Bullet Heaven Roguelike. So steuert ihr das Spiel grundlegend nur mit dem linken Stick, lauft mit der Kartoffel über den Acker, während sie selbstständig die Horden von Aliens angreift. Das Prinzip ist aus anderen Spielen wie Vampire Survivors bekannt. Für mich ist Brotato das perfekte Feierabend-Spiel. In kurzen und knackigen Runden, die spätestens nach einer halben Stunde vorbei sind, kämpft ihr gegen unzählige Gegner und verbessert eure Kartoffel. Einzelne Runden dauern kaum länger als eine Minute. In dieser Zeit müsst den Alien-Ansturm überleben und sammelt nebenbei Währung für Upgrades ein, die ihr zwischen den Runden zufallsbasiert ...

Streets of Rage 4: Schön, aber angestaubt

Nachdem ich mit Absolum eine der größten Überraschungen des Jahres erlebt hatte, wollte ich unbedingt sehen, wo die Reise dieses Entwicklerteams ihren Ursprung nahm. Also habe ich mir Streets of Rage 4 vorgenommen. Ein Spiel, das viele der Stärken von Absolum bereits erkennen lässt, vor allem in Stil, Präsentation und Energie. Doch spielerisch merkt man schnell, dass hier noch ein früherer Schritt in ihrer Entwicklung steht: charmant, gut gemacht, aber eben auch ein bisschen angestaubt. Peitschen-Ladies und Muskel-Cops Das fängt für mich schon bei der Story an, von der bei mir absolut gar nichts hängengeblieben ist. Man fängt einfach an sich durch irgendwelche Gassen zu prügeln, landet irgendwann in einer Polizeistation, auf einem Schiff oder einer alten Burg. Überall warten ausgefallen designte Gegner, es gibt kurze, völlig überdrehte Dialoge und dann ist es nach wenigen Stunden auch schon wieder vorbei. Absolum hat auch keine ausschweifende Geschichte erzählt, konnte aber mit ein...

Absolum: Nur noch eine Runde…

Und da sind wir wieder. Schon wieder ein 2D Action Game. Schon wieder wunderschöne, handgemalte Kulissen und fantastische Animationen. Schon wieder ein Spiel, von dem ich bis vor Kurzem noch nie etwas gehört habe. Schon wieder ein Spiel, dass mich an das Steam Deck gefesselt hat. Wie passend also, dass das letzte Spiel, das ich hier getestet habe vom „Schwesterstudio“ entwickelt wurde. Und umso passender ist da sogar das Genre. Denn Absolum ist ein Roguelite mit Beat’em Up Gameplay. Damit willkommen in der scheinbar endlosen Schleife und meinem Testbericht zu Absolum. Stürze den bösen Herrscher Nachdem eine Katastrophe, herbeigeführt durch die Magier, das Land Talamh in Trümmer gelegt hat, werden diese vom bösen Sonnenkönig Azra versklavt und das gesamte Land unterjocht. Ihr spielt als ein von vier Figuren einer Rebellen-Truppe, die sich dem König entgegenstellen. Ihr sollt Azra töten und die Magier befreien. Die Erzählung ist Absolum ist herkömmliche Fantasy-Kost und in ihrer Ausg...

Shinobi - Art of Vengeance: Ninjas, der Sensenmann und ganz viel Schnetzelspaß

Von der Shinobi-Reihe habe ich bisher noch nie gehört. Deswegen ist auch das Release von Shinobi – Art of Vengeance, der wohl lang erwarteten Neuauflage der Serie, komplett an mir vorbeigegangen. Auf das Spiel bin ich erst durch überschwänglich gute Reviews gestoßen und weil ich sowieso gerade auf der Suche nach etwas Neuem war, habe ich einfach mal zugeschlagen. Nach ca. 12 Stunden habe ich jetzt den Abspann gesehen und kann den Reviews, die mich zum Kauf bewegt haben, nur vollumfänglich zustimmen. Das neue Shinobi ist fantastischer und extrem kurzweiliger Oldschool Spaß. Von Super-Soldaten und dem Sensenmann Erzählerisch ist Shinobi einerseits völlig drüber und trotzdem sehr reduziert. Unser Protagonis Joe Musashi lebt zu Beginn friedlich in seinem Dorf mit seiner schwangeren Frau. Doch der Frieden wird schnell durch die militärische Gruppierung ENE Corp. gestört. Angeführt vom machtbesessenen Lord Ruse, der die gesamte Welt unterjochen will (was auch sonst…), wird das Dorf zerstört ...

Clair Obscur – Expedition 33: Ein meisterhaftes Kunstwerk

Da seht man mal wieder wie wichtig auch heute noch gute Kritiken und überschwängliche Mundpropaganda sind. Clair Obscur – Expedition 33 war mir bis vor wenigen Wochen noch gänzlich unbekannt. Auf einmal ploppten überall überaus positive Kritiken aus dem scheinbaren Nichts. Alle riefen von den Dächern, Clair Obscur sei jetzt schon das Spiel des Jahres und schlicht und ergreifend ein Meisterwerk. Diesem Hype konnte ich mich nicht entziehen. Und machen wir es kurz, sie haben alle Recht!

Hyper Light Drifter: Fragezeichen in den Pixel-Ruinen

Im letzten Beitrag habe ich noch über die Plattform geschrieben, heute möchte ich über das erste Spiel, dass ich auf dem Steam Deck beendet habe, berichten. Die Rede ist, wie im Titel bereits erwähnt, von Hyper Light Drifer, einem Indie-Hit, der schon lange auf meiner Warteliste stand. Mit dem Steam Deck in der Hand habe ich nun endlich zugeschlagen. Nach etwas über 6 Stunden Spielzeit habe ich zwar immer noch keine Ahnung, was mir das Spiel eigentlich erzählen wollte und trotzdem hat es fasziniert. Fangen wir an!

Valve Steam Deck OLED: Schockverliebt!

Selten neige ich zu Impulskäufen. Erst recht nicht, wenn es um verhältnismäßig teure „Investitionen“ geht. Beim Steam Deck war das jedoch etwas anders. Seit der Geburt meines Sohnes (was nun schon ganze 4 Jahre zurück liegt) war die Nintendo Switch die Konsole, mit der ich am meisten gespielt habe. Nun hat man ihr doch sehr stark ihr Alter und die fehlende Leistung angemerkt. Da musste einfach etwas Neues her und auf die Switch 2 wollte ich nicht mehr warten. Also bestellte ich mir zu Beginn des Jahres das Steam Deck OLED in der 512 GB Variante. Was soll ich sagen? Dieser recht spontane Kauf war einer der besten, die ich je getätigt habe.

Meine ersten Wochen in Virtual Reality | Meta Quest 2 Erfahrungsbericht

Virtual Reality ist nun wirklich nichts Neues mehr. Und auch ich habe schon vor einigen Jahren mit einer ganz einfachen Google Cardboard oder Samsungs Gear VR hineingeschnuppert. Aber so „richtige“ VR-Erfahrung konnte ich bisher nicht sammeln.   Das hat sich vor Kurzem geändert. Ich war mal wieder auf der Suche nach einem neuen Spielzeug und bin irgendwie an der Meta Quest 2 hängen geblieben. Ja, bald steht die Meta Quest 3 an, aber auch deswegen möchte ich heute über meine verspäteten VR-Erfahrungen berichten.

Backbone One: Vom Smartphone zum Handheld

  Als Apple One Abonnent habe ich mich immer ein wenig geärgert, weil ich Apple Arcade nie richtig nutzen konnte. Die wirklich interessanten Spiele im Angebot haben immer einen Controller benötigt. Man kann zwar einen XBOX oder Playstation Controller am iPhone nutzen. Aber möchte man wirklich immer einen Controller zusätzlich zum Smartphone mitnehmen? Und wie stellt man das Smartphone zum Spielen hin? Dann bin ich zufällig über eine Werbung des Backbone One gestoßen und ich musste es ausprobieren. Könnt ihr euer Smartphone dadurch wirklich zu einer Handheldkonsole machen?

Returnal: Ein Grund für die PS5

Die PS5 ist eine fantastische Konsole. Kurze Ladezeiten, super Performance und eine Softwareoberfläche, die beim Spielen nie im Weg ist. Mir persönlich fehlen allerdings die System Seller. Viele der „großen“ Exklusivtitel sprechen mich einfach nicht so sehr an. Aber es gibt da dieses eine Spiel. Ein Spiel, das in puncto Gameplay, Grafik, haptisches Feedback und Setting so überzeugen kann, dass sich allein dafür der Kauf der PS5 schon gelohnt hat. Dass dieses Spiel ausgerechnet von einem Entwickler stammt, der bisher "nur" für 2D-Bullet-Hell-Shooter bekannt war, ist umso beeindruckender. Natürlich rede ich von Returnal. Bis jetzt der beste Exklusivtitel auf Sonys Konsole. Bruchlandung in der Endlosschleife Unsere Protagonistin Selene stürzt mit ihrem Raumschiff Helios auf dem fiktiven Planeten Atropos ab. Vom Wrack ausgehend startet ihr eure Erkundung, stoßt bald auf die feindliche Fauna und dürft erste Gefechte überleben. Doch es wird nicht lange dauern und schon steht Selene...

Resident Evil Village: spaßiger Schwachsinn

  Resident Evil ist so eine Spielereihe, die mich schon meine gesamte „Gamer-Karriere“ lang begleitet. Zu den ersten Spielen konnte ich nie eine echte Bindung aufbauen. Da war ich einfach noch zu jung und das Gameplay ist mir heute zu sperrig. Teil 4 allerdings gehört zu meinen All-Time-Favorites und auch an die Revelations-Ableger erinnere ich mich immer sehr gerne. Richtig eingeschlagen hat bei mir aber erst Teil 7. Der Perspektivwechsel, das dreckige Szenario, die Rückbesinnung zum Horror, all das macht das Spiel bis heute zu einen meiner Highlights. Die Erwartungen an das nächste Spiel waren entsprechend hoch. Leider wird Village diesen fast nie gerecht. Und trotzdem hatte ich beim Spielen erstaunlich viel Spaß. Woran das gelegen hat? Lest weiter!

Kena – Bridge of Spirits: Pixar the Video Game

Ein Studio, das vor allem für einen Majoras Mask Fanfilm und weitere Animationsfilme als Auftragsarbeit bekannt ist, versucht sich nun an einem Videospiel. In den ersten Trailern wurde klar, dass das vor allem grafisch wunderschön aussieht. Damit hatte Kena: Bridge of Spirits (ab hier noch Kena) schon einmal meine Aufmerksamkeit. Aber kann das Spiel auch abseits der Grafik überzeugen? Oder ist das mal wieder mehr Schein als Sein? Immerhin besteht ein Spiel aus weitaus mehr als nur schönen Animationen. Ungelöste Probleme Die namensgebende Kena ist eine sogenannte Seelenführerin. Hat ein Verstorbener ein noch ungelöstes Problem oder Trauma zu verarbeiten, ist an Kena dieses Problem zu lösen und den Geistern so das Weiterziehen in das Jenseits zu ermöglichen. Wir treffen die junge Protagonistin auf dem Weg zum sagenumwobenen Bergschrein. Doch schon bald stößt sie auf ein mächtiges Hindernis, ein verlassenes Dorf und die tragischen Schicksale der Bewohner. Die Umgebung ist von einer Ar...