JBL Tune 600 BTNC: gute Reisebegleiter


Da ich nun doch öfter in Flugzeugen sitze und vor kurzem wieder ein Langstreckenflug bevorstand, wollte ich endlich in ein Noise Cancelling Headset investieren. Allerdings wollte ich dafür keine 300+ Euro ausgeben, da ich die Kopfhörer außer für Reisen, sonst kaum verwenden werde. Bei meiner Suche bin ich auf die JBL Tune 600 BTNC gestoßen. Ob die Kopfhörer für unter 100  Euro etwas taugen oder nicht, das erfahrt ihr in diesem Testbericht. Viel Spaß!

Design, Verarbeitung und Tragekomfort

Die JBL Tune 600 BTNC sind On Ear und keine Over Ear Kopfhörer. Sie liegen also eher auf den Ohren auf, als diese komplett zu umschließen. Das hat zur Folge, dass sie nach zwei bis drei Stunden auf den Kopf anfangen zu drücken. Eine kurze Pause reicht dann aber, um sie wieder für eine weitere Stunde bequem zu tragen.

Ansonsten habe ich den äußeren Qualitäten nicht mehr viel auszusetzen. Ich habe mich bewusst für die On Ear Variante entschieden, da sie kleiner und leichter (ca. 180g) sind. Da sie sich auch noch schön zusammenfalten lassen, können sie ohne Probleme verstaut werden. Auch dass hier fast ausschließlich auf Kunststoff gesetzt wird, stört mich gar nicht. Die Tune 600 machen einen ordentlichen Eindruck und sind dabei einwandfrei verarbeitet. Die Knöpfe am rechten Hörer haben einen guten Druckpunkt, sind aber etwas schwierig zu erfühlen.

Das Design hat mich beim Kauf fast gar nicht interessiert, weshalb ich in diesem Test nur kurz darauf eingehen werde. Die Tune 600 sind weder besonders schick und auf gar keinen Fall hässlich. Nur das glänzende Logo an der Außenseite der Hörer hätte in meinen Augen matt sein dürfen, aber gestört hat mich das nicht. Da sie zudem in schwarz, weiß, rosa und blau erhältlich sind, sollte jeder ein passendes Paar finden.

Bluetooth, Active Noise Cancelling und Sound

Dass JBL hier nicht auf den aktuellsten Blutetooth Standard setzt, habe ich beim Benutzen nicht gemerkt. Der Pairing-Vorgang klappte ohne Probleme und bei der Reichweite bin ich auch nie an eine Grenze gestoßen. Zwar hört man ein wenig Grundrauschen, aber sobald der Ton läuft, bekommt man davon gar nichts mehr mit. Für den Anwendungsfall im Flugzeug kann natürlich auch ein Kabel angeschlossen werden. Einen Unterschied bei der Klangqualität konnte ich dabei nicht feststellen.

Apropos Klang, kommen wir zur Soundqualität. Die ist überraschend gut. Ich habe bei dem Preis und den Features Abstriche beim Klang erwartet und wurde entsprechend extrem positiv überrascht. So bietet der Tune 600 BTNC einen kräftigen, lauten und leicht basslastigen Klang, der mich wirklich überzeugen konnte. Größtenteils habe ich mit den Kopfhörern Filme im Flugzeug gesehen und ein wenig Musik gehört und bei beiden Anwendungsfällen konnte mich der Klang überzeugen.

Kommen wir aber zu meinem Hauptkaufgrund, dem Noise Cancelling. Für einen Preis unter 100 Euro funktioniert das hervorragend. Man erreicht mit Sicherheit nicht das Niveau eines Bose QC35, aber im Vergleich zu den Kopfhörern ohne Noise Cancelling, die ich vorher genutzt habe, ist das ANC eine wahre Wohltat. Als On Ears dichten sie nicht hundertprozentig ab, aber nervige Geräusche im Flugzeug oder im Zug werden stark vermindert. In meinen Augen erfüllen die JBL Tune 600 BTNC damit voll und ganz ihren Zweck.

Und sonst so?

JBL gibt eine Akkulaufzeit von ca. 12 Stunden bei eingeschalteten Bluetooth und Noise Cancelling an. Diesen Wert kann ich nicht genau nachweisen, aber sie haben in meinen Fall einen 8 stündigen Flug ohne Probleme durchgehalten. Das reicht! Sehr schön ist zudem, dass die Kopfhörer sehr schnell via microUSB aufgeladen werden können. In zwei Stunden sind sie aufgeladen und 30 Minuten reichen locker für einige Stunden aus.

Schade finde ich, dass JBL kein Case für den Transport mit beilegt. Aber bei dem Preis ist das durchaus zu verschmerzen.

Auch muss sich noch zeigen wie langlebig die günstigen Alleskönner sind.

Fazit

Ich bin mehr als zufrieden mit meinen JBL Tune 600 BTNC (denkt euch kürzere Namen aus!). Ja, sie könnten bequemer sein. Sie könnten hochwertiger und schicker aussehen. Und auch bei den verwendeten Standards bekommt man nicht den aktuellen Stand der Technik. Dafür kosten die Kopfhörer auch keine 100 Euro und überzeugen vor allem in den Disziplinen Sound und Noise Cancelling. Was kann man also mehr erwarten?

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