The Last Of Us Part II: Rache ist böse!


Sieben Jahre haben wir auf Part II gewartet. Wobei, The Last Of Us hat in meinen Augen eine abgeschlossene Geschichte erzählt, die keine weitere Erzählung gebraucht hat und deswegen habe ich auch nie wirklich auf einen zweiten Teil gewartet. 2016 wurde dann jedoch genau dieser angekündigt und der Hype war da. Magazine lieben Part II (mit wenigen Ausnahmen). Die Spielergemeinde ist dagegen extrem gespalten. Wo sortiere ich mich ein? Nun ja, Part II ist in meinen Augen eine riesen Enttäuschung. Aber lest doch weiter!

Zwei Seiten der Medaille 

Die größten Probleme habe ich mit der Story von The Last Of Us Part II. Das genauer zu erklären, ist ohne zu spoilern leider nicht möglich. Deswegen findet ihr am Ende des Tests einen extra Spoilerpart, in dem ich ganz genau erkläre warum ich diese Erzählung so unterirdisch schlecht finde. 

Fangen wir aber von vorne an. Part II spielt einige Jahre nach dem ersten Teil. Joel und Ellie leben ein recht friedliches und normales Leben in Jackson. Doch auf einer ihrer Patrouillen passiert etwas und Ellie begibt sich auch einen gnadenlosen Rachefeldzug. 

Und schon dieses „Etwas“, das in den ersten zwei Stunden des Spiels passiert, ist so unglaublich plump, das es schwerfällt irgendetwas dabei zu empfinden. Es gibt kein Build Up, keine Motive, keine Emotion, nichts außer dem angestrebten Schockeffekt, der bei mir nicht zünden wollte. Part 1 brauchte keine 30 Minuten um mich zum Weinen zu bringen und mich voll in diese Spielwelt zu ziehen. Part 2 gelingt das in ca. 25 Stunden nicht ein einziges Mal. 

An dieser Stelle muss ich dann doch schon verraten, dass ihr die Story aus zwei Gesichtspunkten erlebt. Naughty Dog will euch damit zeigen, dass auf beiden Seiten nachvollziehbare Motive existieren und Rache in jedem Fall etwas Schlechtes ist. Ach sag bloß! Ich weiß nicht warum das so gefeiert wird. Dieses „Rache ist böse“ und „die Bösen sind eigentlich die Guten“ oder gar „es gibt kein Gut und Böse“ ist so alt wie das Geschichtenerzählen selbst und auch in Videogames nichts Neues! Dazu wirkt es in The Last Of Us Part 2 nie natürlich, sondern immer extrem erzwungen. Da hilft es auch nicht, dass uns das Spiel 15 Stunden lang einer Figur nachjagen lässt und uns dann krampfhaft versucht zu zeigen, dass diese Figur doch gar nicht so schlimm ist. Das zerstört nicht nur das gesamte Pacing der Erzählung, sondern macht jegliche Charakterbindung bis zu diesem Moment zunichte. Warum genau das leider nie so recht funktioniert, erkläre ich im Spoilerpart. 

Dieser Perspektivwechsel ist DAS Zugpferd der Erzählung. Und da das in meinem Fall absolut gar nicht funktioniert hat, zerbricht daran auch die ganze Handlung. Charaktere treffen dämliche Entscheidungen, absolut gar keiner kann Sympathie aufbauen und ein zufriedenstellendes Ende bekommt man nach all dem auch nicht präsentiert. Ich verstehe voll und ganz was Naughty Dog erreichen wollte. Sie schaffen es leider nicht einmal ansatzweise. 

Eine Spielwelt wie sie sein sollte 

Dabei ist die Postapokalypse von The Last Of Us so fantastisch, dass es doch beinahe unmöglich sein sollte, darin eine enttäuschende Geschichte zu erzählen. 

Die Welt ist so verdammt dicht, greifbar und voller Details, das es eine Freude ist sie zu erkunden. Am meisten Spaß hatte ich beim Durchstöbern der Ruinen und dem Finden von großen und kleinen Nebengeschichten. Auch den Konflikt der zwei Fraktionen, der militaristischen WLF und den naturbezogenen Seraphiten, fand ich mega interessant. Das Problem, nichts davon wird wirklich ausgearbeitet. Man sieht immer wieder Anhänger beider Fraktionen, spielt sie zum Teil sogar, aber nichts davon wird wirklich aufgegriffen. Viel mehr dient dieser Konflikt nur als Hintergrundkulisse für die 0815-Rachegeschichte. Hier wird extrem viel Potential verschenkt. Dass man dann in den letzten Spielstunden sogar noch eine dritte Fraktion einführt, hilft dann auch nicht weiter. Die ganze Erzählung lässt jeglichen Fokus vermissen und eröffnet viel zu viele Nebenschauplätze. 

Und trotzdem hatte ich am meisten Spaß, wenn ich die Story einfach mal vergessen konnte und einfach durch die Spielwelt gestreift bin. Vor allem zu Beginn präsentiert euch das Spiel ein recht weitläufiges Areal, das ihr ziemlich frei erkunden könnt. Ihr findet eine Karte und Hinweise, die euch zu verschiedenen Verstecken und Nebenschauplätze führen. Die ganzen Erkundungen in diesem Gebiet wirken verdammt natürlich und sind damit unglaublich spaßig. Leider greift das Spiel diese Freiheit nie wieder auf. Alles darauf Folgende ist dagegen weder sehr linear durcherzählt und geskriptet. 

Grafik, Sound und Gameplay 

Die Punkte bei denen ich beinahe gar nichts zu meckern habe, fasse ich hierzusammen. 

Angefangen bei der Grafik. Denn was Naughty Dog hier abliefert ist nichts anderes als beeindruckend. Charaktermodelle, der Detailgrad, Lichteffekte und Animationen, das ist alles das Beste, das ich bisher auf der PS4 gesehen habe. The Last Of Us Part II ist einfach wunderschön. Da gilt auch für das Motion Capture, das Emotionen in den Zwischensequenzen perfekt einfängt. Ja sogar eine Kussszene wirkt so verdammt natürlich, wie ich es Videospielen noch nichts gesehen habe. 

Ebenso großartig ist das Sounddesign. Spiel unbedingt mit Kopfhörern oder einem guten Soundsystem denn vor allem der räumliche Klang ist richtig gut. Ihr hört Gegner bevor ihr sie seht, könnt kleinste Details in der Spielwelt erlauschen und Feuergefechte knallen regelrecht aus euren Boxen. Dazu kommen der fantastische Soundtrack und eine Synchronisation, die Filmproduktionen in nichts nachsteht. 

Technisch ist The Last Of Part II eine absolute Meisterleistung. Auch weil mir nie Framedrops oder gar Bugs aufgefallen sind. Lediglich die Lüfter der PS4 laufen permanent auch Hochtouren, was schon echt nervig sein kann. 

Auch das pure Gameplay ist richtig gut gelungen. Man baut auf den Mechaniken von Part 1 auf und verfeinert alles noch ein wenig. Ergänzungen wir das Kriechen im hohen Gras oder Hunde, die eure Fährte aufnehmen, fügen sich perfekt mit ein. Dazu kommen neue Fortbewegungsmöglichkeiten wie ein „echter“ Sprungbutton oder das Schwingen an Seilen zum Erkunden der Welt. Zwar müsst ihr auch in The Last Of US Part II Mülltonnen umherschieben und Leitern tragen, aber das mich ehrlicherweise auch im ersten Teil nie gestört. 

Die Kämpfe sind ultra brutal in Szene gesetzt. In meinen Augen ist das nichts Schlechtes. Im Gegenteil, diese rohe Inszenierung trägt sehr zur Stimmung bei und verleiht den Auseinandersetzungen die nötige Spannung. Leider wird vor allem beim Schleichen recht schnell klar, dass die KI nicht zu den cleversten gehört. Immer wieder laufen Gegner einfach in Fallen oder können euch aus kürzester Distanz nicht entdecken, weil ihr hinter ein paar Grashalmen hockt. Wirklich gestört hat mich das beim Spieler aber nie. Leider kommen auch Abschnitte in denen ihr gegen Menschen UND Infizierte gleichzeitig kämpfen müsst etwas zu kurz. 

Ein wenig gestört hat mich auch, dass Charakter-Upgrades nun in linearen Skilltrees versteckt sind. Dass ihr die Skilltrees durch das Finden von Trainingsbüchern freischaltet, finde ich super, weil es zum Erkunden anregt. Mir gefällt allerdings nicht das ihr teilweise nutzlose Skills freischalten müsst, um an die Erweiterungen zu kommen, die ihr eigentlich haben wollt. Auf der anderen Seite muss ich aber wieder loben, dass Waffenupgrades nun sichtbar sind und auch in die Upgrade-Animationen ist sehr viel liebe geflossen. 

Aber auch beim Gameplay hinterlässt der Perspektivwechsle seine Spuren. Nach ca. 15 Stunden Spielzeit verliert ihr alle bis dahin gesammelten Upgrades und dürft von vorne anfangen. Die ganze Arbeit war dann auf einmal umsonst. 

Fazit 

Dass die Erzählung von The Last Of Us Part II so absolut gar nicht funktioniert, ist wirklich tragisch. Denn alle Versatzstücke für ein grandioses Spiel sind vorhanden. Die Spielwelt ist fantastisch, die technische Umsetzung überragend und das Gameplay motivierend und spaßig. Leider ist das eine Element, das alles zusammenhalten soll, so verdammt schlecht, dass das Gesamtkonstrukt auseinanderfällt. Es gibt genug Spieler, die mit der Erzählung warm geworden sind, bei denen es einfach funktioniert hat. Das will ich gar nicht verschweigen. Ich gehöre leider nicht dazu und dementsprechend ist The Last Of Us Part II für mich eine riesen Enttäuschung. Ich erkenne die vorhandenen Qualitäten, aber diese eine, eklatante Schwäche hat für mich das gesamte Erlebnis zerstört. Schade! 

Bevor zum Spoilerpart kommen, könnt ihr euch diesen Beitrag auch als Video anschauen!


SPOILERPART 

Ab hier beginnt der Spoilerpart, in dem ich versuche euch zu erklären, warum die Story in meinen Augen eine absolute Katastrophe ist. 

Joels Tod 

Alles beginnt mit Joels Tod. Dass Joel stirbt, stört mich dabei gar nicht. Ich hatte ehrlich gesagt damit gerechnet. Aber wie es passiert, wird seiner Figur einfach nicht gerecht. Joel taucht in den ersten zwei Spielstunden so gut wie gar nicht auf. Wenn man ihn dann endlich sieht, rettet er gerade einer fremden Frau das Leben. Nur um kurz darauf von dieser brutal gefoltert und umgebracht zu werden. Wir haben Joel als vorsichtigen und misstrauischen Kämpfer kennengelernt. Und jetzt verrät er sofort seinen Namen, wo er wohnt und er lässt jegliche Vorsicht fallen. Einige argumentieren, er wäre in den letzten Jahren weicher geworden, hätte durch Ellie Vertrauen gelernt. Die spielbaren Flashbacks zeigen aber ein anderes Bild. Joel trichtert Ellie immer wieder Vorsicht ein, zeigt ihr wie man kämpft und überlebt. Und dieser Joel läuft einfach so in eine Falle? Das glaube ich nicht! 

Auch will man Joel unbedingt als Bösewicht darstellen. Immerhin hat er ja den Vater dieser armen Frau umgebracht. Ganz ehrlich, schon der erste Teil hat Joel ganz klar als Antihelden dargestellt. Er offenbart zum Beispiel das auch er andere überfallen hat und das Ende ist so grau wie es nur sein kann. Warum nun krampfhaft versucht wird aus Joel einen schlechten Menschen zu machen, ist mir unklar. Immerhin hatte er gute Gründe für seine Taten am Ende von Teil 1. 

Abby 

Joels Mörderin und Protagonistin der zweiten Spielhälfte. Ja, ihr Motiv ist nachvollziehbar. Immerhin hat Joel ihren Vater umgebracht. Aber genau dieser Joel rettet ihr auch das Leben. Und das reicht nicht einmal für ein kurzes Innehalten? Später im Spiel wird ihr auch von einem Feind das Leben gerettet. Diesen Feind beschützt sie dann das restliche Spiel. Warum? „Er hat mir das Leben gerettet!“. Die Ironie erkennt ihr selbst, oder? Gut, dieser Feind ist ein Kind, aber nach allem was Abby sich bis dahin geleistet hat, kaufe ich das dem Spiel nicht ab. 

Dazu kommt das Abby in meinen Augen vollkommen Psycho ist. So will sie zum Beispiel wissentliche eine schwangere Frau töten. Ihr einziges Kommentar: „Gut“. Außerdem zeigt ein Flashback das sie wusste, was ihr Vater vorhatte. Ein unschuldiges und wehrloses Kind zu töten, ist für Abby also in Ordnung? 

Das Spiel will, dass ich Sympathie für Abby empfinde, zeigt mir aber immer ihre schlechten Seiten. Sie schläft mit dem Freund ihrer schwangeren Freundin, ihre Tat bringt all ihren Freunden den Tot und irgendwann stellt sie sich einfach gegen ihre Kameraden. 

Keine einzige ihrer Taten hinterlässt seelische oder körperliche Narben. Sie hinterfragt nichts, sie zeigt keine Reue und sieht sich bis zum Ende im Recht. Oder das Spiel zeigt das einfach nicht. 

Vielleicht kommt ihre Geschichte auch einfach zu spät im Spiel, aber bis zum Ende habe ich Abby einfach nur gehasst. Sie wurde mir nie sympathisch. 

Ellie 

Auf der Gegenseite haben wir Ellie. Das naive, optimistische und sympathische Mädchen aus Part 1. Nun ja, sie ist jetzt einfach nur eine rachsüchtige Furie, die in kurzen Sätzen redet. Jeglicher Charme ist verloren. Dazu kommt, dass mir das Spiel weismachen will, dass die extrem sauer auf Joel ist, weil dieser sie jahrelang über den Ausgang ihrer OP angelogen hat. Moment mal! Entweder habe ich das Ende von Part 1 komplett falsch verstanden, oder das Spiel will mich für dumm verkaufen. Ellie fragt am Ende von Teil 1 ob Joel sie auch wirklich nicht angelogen hat. Joel sagt nein. Daraufhin zögert Ellie kurz, sie senkt den Blick und antwortet „Ok!“. Sie wusste das Joel lügt und sie entscheidet diese Lüge zu akzeptieren. Jedenfalls habe ich so das Ende interpretiert. Dieser neue Konflikt zwischen ihr und Joel wirkt so einfach nur erzwungen. 

Im Gegensatz zu Abby wird aber auch gezeigt wie sehr Ellie unter ihrem Rachefeldzug leidet. Man sieht deutliche körperliche und seelische Spuren. Damit kann man mit ihr wenigstens mitfühlen. Am Ende hat sie alles verloren. Und das ist verdammt traurig, vor allem wenn man sieht wie glimpflich Abby davonkommt. Ich verstehe nicht, warum man Ellie unbedingt als Bösewicht und Ihre Handlung als so furchtbar darstellen will. In jeder fragwürdigen Szene wird Ellie attackiert oder mindestens provoziert. Jede ihrer Reaktionen habe ich ihr abgekauft. Aber Naughty Dog will Ellie einfach unbedingt bestrafen. Warum auch immer. 

Es gibt einen Flashback, in dem ihr Ellies Geburtstag erlebt und ein Museum erkundet. DAS ist die Ellie, wie wir sie kennen und lieben gelernt haben. Dieser Flashback ist die beste Szene im ganzen Spiel. Leider sieht man solche Momente viel zu selten. 

Du musst dich jetzt schlecht fühlen! 

Dazu versucht das Spiel immer wieder dem Spieler Gefühle mit der Brechstange aufzudrücken. Ellie ermordet unzählige Gegner ohne mit der Wimper zu zucken. Wenn sie dann aber in einer Zwischensequenz eine Frau erschlägt, die ihr nochmal ins Gesicht brüllt das Joel seinen Tod verdient hat, dann bricht sie zusammen. Ernsthaft? 

Es ist auch höchst manipulativ Ellie erst einen Hund töten zu lassen und Abby dann eben diesen Hund zärtlich streicheln zu lassen. Erstens, natürlich passiert das alles wieder geskriptet. Ihr habe als Spieler also gar keine andere Wahl. Zweitens, was würdet ihr machen, wenn euch ein tollwütiger Kläffer an die Kehle springt? Und drittens ist dieser Trick mit dem Hund der älteste und billigste Versuch Sympathien aufzubauen oder zu zerstören. Derart aufgedrückt funktioniert das aber nicht! 

Und solche aufgezwungene Situationen bietet The Last Of Us Part II in der zweiten Spielhälfte am Fließband. 

Viele kleine Ungereimtheiten 

Und zu guter Letzt strotzt die Handlung nur so vor dummer Ideen und Logiklöchern. 

Was hat das Spiel zum Beispiel gegen schwangere Frauen? Auf Ellies Seite haben wir Dina, die sich wissentlich schwanger mit auf einen mörderischen Rachefeldzug begibt. Und die WLF schickt schwangere an die Front… Ist klar! Vielleicht reagiere ich hier empfindlich, weil meine Frau auch gerade schwanger ist. Aber das ist doch einfach nur lächerlich! 

Anscheinend kann man in der Postapokalypse auch auf Wunderheilung vertrauen. Oder wie hat Tommy einen Kopfschuss überlebt? Einer anderen Figur wird ein Arm amputiert und wenige Stunden darauf kann diese dann wieder mitkämpfen und klettern. Ok… 

Einen atmosphärisch grandiosen Moment, in dem man einen Einblick in die Zeit des Ausbruchs der Seuche bekommt, beendet das Spiel mit einem Bosskampf, auf den Resident Evil verdammt stolz gewesen wäre. Das mag vielen gefallen, für mich hat das nicht in diese Spielwelt gepasst. Ich dachte wirklich, das ich auf einmal im falschen Spiel bin. 

Das „Ende“ 

Zum Ende des Spiels kommt es zu finalen Kampf zwischen Ellie und Abby. Wobei… Ellie kämpft sicher wieder durch dutzende Gegner. Findet Abby an einem Pfahl angebunden und völlig hilflos. Was macht sie? Sie bindet sie los und führt sie zu einem Boot. Will sie Abby auf einmal retten? Ach nein, doch nicht. Sie zwingt Abby mit einer Kehle an Levs Hals zu einem Kampf. In diesem Kampf verliert Ellie zwei Finger, gewinnt aber die Oberhand und sie ist dabei Abby zu ertränken. Nach all den Qualen bekommt sie ihre Rache. Obwohl, nein doch nicht! Ein erneuter Flashback und eine Erinnerung an Joel bringt sie dazu Abby zu verschonen und sie gehen zu lassen. 

Bitte was?! Eine Erinnerung an Ihre Vaterfigur, an die Person, die so grausam umgebracht wurde und was die gesamte Handlung losgetreten hat, ausgerechnet das lässt sie ihre Rache vergessen? Glaube ich nicht! 

Ellie verliert am Ende alles. Ihre Freundin, das Baby, ihre Finger und damit die Fähigkeit Gitarre zu spielen, was ihre letzte Bindung zu Joel war. Sie ist alleine, entstellt und völlig fertig. Abby auf der anderen Seite wird wieder einmal das Leben gerettet, sie hat jetzt kurze Haare und ist ein wenig schlanker, aber sonst hat alles keine Spuren hinterlassen. Abby hat ihre Rache bekommen und trägt keine Konsequenzen. Ellie auf der anderen Seite wird für ihre Rache maximal abgestraft. Geht man so mit einer geliebten Figur um? 

Und dieses „Ende“ hat die Handlung für mich das endgültig zerstört. Alle erwähnten Punkte hätten wenigsten in etwas Sinnvollen oder gar Glaubhaften münden können. Aber so fühlte ich mich maximal verarscht. 

Und damit sind wir auch mit dem Spoilerpart am Ende. Natürlich stellt das nur meine Meinung dar und euch selbst mag es anders ergangen sein. Wenn man The Last Of Us Part II etwas nicht vorwerfen kann, dann das es keinen Diskussionsstoff bietet.

Kommentare