Bye, Bye PS4: Meine größten Enttäuschungen

Wo viel Licht ist, da ist leider auch ganz oft Schatten. So konnte mich nicht jedes Spiel der letzten Generation überzeugen und einige wenige haben mich regelrecht enttäuscht. Das muss nicht heißen das es sich dabei um schlechte Spiele handelt, sondern das sie lediglich nicht meinen Geschmack getroffen haben oder meine hohen Erwartungen nicht erreicht worden. Welche Spiele das sind, fragt ihr euch? Na dann lest weiter!

Dishonorable Mentions

Auch hier gibt es einige Spiele, mit denen ich leider weniger Spaß hatte als erwartet, die dann aber doch nicht schlecht genug für meine Flop 5 waren.

  • Prey
  • The Evil Within
  • Fallout 4
  • Ether One
  • No Man’s Sky (Release Version)

Flop 5: Driveclub

PS4 Racer mussten sehr lange auf ein vernünftiges Racing-Game warten. Driveclub war dann endlich der lang ersehnte Auto-Spaß. Doch leider konnte außer der Grafik, die bis heute wirklich beeindruckend ist, absolut gar nichts überzeugen. Die Online-Features wirkten zu erzwungen, die Fahrzeug- und Streckenauswahl war viel zu übersichtlich und am schlimmsten, das Fahrzeug-Handling war eine einzige Katastrophe. Der Spagat zwischen Arcade und Simulation ist hier gar nicht aufgegangen. Wirklich alle Autos kommen viel zu schnell ins Rutschen und mich hat die Gummiband-KI extrem genervt. Gerade weil das Spiel so gut aussieht und wir lange auf ein Rennspiel warten mussten, ist Driveclub die erste große Enttäuschung auf der PS4 gewesen.

Flop 4: The Sinking City

Selbst bei gedämpften Erwartungen hat mich The Sinking City massiv enttäuscht. Und dabei klang alles so gut! Eine Open-World inspiriert durch Lovecraft und eine recht offene Detektiv-Geschichte voller mysteriöser Vorkommnisse, das kann doch nur gut werden! Neben der schlechten Technik, die sofort auffällt, ist vor allem das Setting irgendwann einfach nicht mehr spannend. Auch wenn es gar nicht so schlecht anfängt, so wiederholen sich Gameplay-Schleifen viel zu schnell, die Story wird viel zu vorhersehbar und vor allem die unsäglichen Kämpfe nehmen leider immer mehr zu. The Sinking City wird mit andauernder Spieldauer leider immer schlechter und gerade bei dem Setting hatte ich mir so viel mehr erhofft.

Flop 3: Mirror’s Edge Catalyst

Als ich so die Liste aller Spiele, die ich auf der PS4 gespielt habe, durchgegangen bin, bin ich auf einmal auf Mirror‘s Edge Catalyst gestoßen. Dass ich das Spiel komplett vergessen habe, ist schon kein gutes Zeichen und auch jetzt wo ich mich erinnere, bleibt nicht viel Gutes übrig. Das Parkour-Gameplay ist im Ansatz immer noch wirklich gut. Die Erzählung auf der anderen Seite ist noch schlechter als im Original, die offene Spielwelt stört den Flow mehr als sie irgendetwas beiträgt und vor allem das Kampfsystem ist richtig nervig. Und am Ende wurde es sogar langweilig, weil das Kern-Gameplay einfach keine Open World trägt. Schade, mehr kann ich zu diesem Reboot nicht sagen.

Flop 2: Outlast 2

Outlast und er Whistleblower DLC waren echte Horror-Hits. Natürlich musste ich mir da auch den zweiten Teil anschauen. Und ja, leider erreicht dieser nicht einmal annähernd die Qualität des ersten Teils. Die Story ist noch wirrer und undurchsichtiger erzählt, man übertreibt es mit der Dunkelheit und auch der Horror funktioniert einfach gar nicht mehr. Es wird versucht alle Ängste auf einmal anzusprechen, ohne auch nur bei einer einen Treffer zu landen. Trial-and-Error Abschnitte nehmen immer weiter zu, der Spielspaß geht in den Keller und am Ende war ich einfach nur froh alles hinter mich gebracht zu haben. Gerade weil der erste Teil so verdammt gut funktioniert hat, habe mich bei Outlast 2 umso mehr geärgert.

Flop 1: The Last Of Us Part 2

Meine absolut größte Enttäuschung der letzten Konsolen-Generation dürfte nach meinem Testbericht keine große Überraschung sein. Und trotzdem werde ich damit sicherlich vielen widersprechen. Kaum ein anderes Spiel hat die Spielerschaft so sehr gespalten wie The Last Of Us Part 2.  Entweder man feiert es als mutig ab oder man hasst es für den respektlosen Umgang mit den liebgewonnenen Charakteren. Ich gehöre da leider zur zweiten Gruppe.

Weder die Leaks noch irgendwelche Spoiler waren mir im Vorfeld bekannt und trotzdem hat der „Twist“ bei mir absolut gar nicht funktioniert. Die Luft war nach zwei Stunden einfach schon raus, weil ich der Story und deren Charakteren keine einzige Handlung abgekauft habe. Es war alles viel zu konstruiert, zu unnatürlich. Der Plot gibt immer vor, wie sich Charaktere zu verhalten haben. Nichts entwickelt sich natürlich oder gar nachvollziehbar. Das führt in meinen Augen zu unglaublich vielen, nicht nachvollziehbaren Entscheidungen, unnahbaren Charakteren und das führte dazu, das mir ganz schnell einfach alles völlig egal war.

Ja, The Last OF Us Part 2 sieht fantastisch aus und spielt sich auch besser als der erste Teil. Aber es fehlt einfach das Herz! Das Writing ist in meinen Augen eine absolute Katastrophe und das hat für mich leider das gesamte Spiel zerstört.

Fazit

Und damit habe ich erstmal genug gemeckert. Sicherlich muss meine Meinung nicht eurer entsprechen, also ab mit euren Flops in die Kommentare und lasst mich wissen, was ich alles falsch gesehen habe!

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